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Kraftquelle Natur – Ein Waldbad hilft Kindern beim Stressabbau

02.05.2019. Stress, Leistungsdruck und Termine – das sind Phänomene, die schon Kinder belasten. Für die jungen Heranwachsenden sind Regeneration und Entspannung deshalb genauso wichtig wie für Erwachsene. Ein Bad im Wald dient als wertvolle Quelle, um frische Kraft und Stärke zu gewinnen. Wie man diese Quelle richtig nutzt, lernt man durch geschultes Waldbaden.

Wer denkt, dass Kinder in unserer modernen Gesellschaft noch eine „unbeschwerte Jugend“ genießen, muss genauer hinsehen. Der Leistungsdruck in der Schule ist heute teilweise höher als noch vor vielen Jahren. Es sind moderne Schulfächer hinzugekommen. Der Unterricht ist oft über den ganzen Tag verteilt. Dazu müssen Hausaufgaben erledigt werden. Wer dann noch ein Hobby hat, muss sich unter Zeitdruck von den Eltern zum Ballett, der Musikschule oder zum Sport fahren lassen oder mit dem Fahrrad hin radeln. Und am Ende müssen ja auch noch alle Postings von Freunden auf WhatsApp, Instagram und Co. gelesen und kommentiert werden.

Es ist nur allzu verständlich, dass heranwachsende Menschen sich genauso wie Erwachsene entspannen und regenerieren müssen, um all diese Aufgaben zu bewältigen. Eine unschätzbare Kraftquelle ist die Natur mit ihren Wäldern und Grünflächen. Regelmäßige Ausflüge in die Natur fördern und unterstützen die notwendige Regeneration. Am besten in Form eines Waldbads.

Einfach ein Bad im Wald nehmen

In Japan dient Shinrin Yoku, das „Waldbaden“, als Erholungsübung zur Regeneration und ist ein Teil der Gesundheitsvorsorge, der sich in erster Linie an Erwachsene richtet. Bei mir als systemischem Coach ist das Waldbad auch ein fester Bestandteil meines Kursangebots für meine Kunden. Dabei geht es um das absichtslose Einlassen auf die Natur. Um die Wahrnehmung der stillen Waldatmosphäre mit allen Sinnen. Und um die Entdeckung der körperlichen und gedanklichen Langsamkeit durch diese bewusste Naturerfahrung. Dabei werden die heilenden Kräfte der Natur genutzt. So stärken regelmäßige Aufenthalte im Wald unter anderem das Immunsystem. Sie bringen Ruhe und Entschleunigung und sorgen für einen besseren Schlaf. Als schöne Zusatzwirkung lassen Naturaufenthalte Glücksgefühle entstehen und fördern Kreativität und Konzentrationsfähigkeit.

Genauso habe ich die Natur von Kindesbeinen an erfahren, wenn ich stundenlang im Wald gewesen bin, um Käfer zu beobachten oder Kaulquappen im Bach zu fangen. Diese Zeit gönnen sich Kinder und Jugendliche immer weniger. Teilweise, weil moderne Unterhaltungselektronik die Ausflüge in den Wald ersetzt hat. Teilweise, weil die Zivilisation den Wald in vielen Gebieten immer weiter zurückgedrängt hat. Aber auch ein Stadtpark und jede andere grüne Oase kann den gleich guten Zweck wie der Wald erfüllen.

Die Methode des Waldbadens erlernen

Natürlich sollen Kinder nicht allein und ohne Aufsicht in den Wald gehen. Deshalb habe ich als ausgebildeter Coach für das Waldbaden eine Zusatzausbildung als Kursleiterin „Waldbaden für Kinder und Jugendliche“ absolviert. Um beispielsweise Kinder gemeinsam mit Ihren Erziehungsberechtigten zu begleiten und anzuleiten, wie sie die Kräfte der Natur für sich bestmöglich nutzen. Dies geschieht unter anderem über verschiedene Achtsamkeitsübungen. Bei Jugendlichen biete ich auf Wunsch eine kurze Meditation, die zu einer spannenden Erfahrung wird. Alles erfolgt ohne Eile, ohne Ziel und deshalb ohne Druck.

Bei meinem Kursangebot „baden“ Kinder und Jugendliche getrennt in der Natur. Denn die Interessen und Vorlieben
unterscheiden sich in diesen Zielgruppen genauso wie das Alter. Die Kinder und jungen Erwachsenen haben dabei die Möglichkeit, die Wirkung und Schönheit des Waldes zu erleben. Wichtig ist, dass die Teilnahme am Kurs auf jeden Fall freiwillig geschieht, damit das Wald-Erlebnis nachhaltig wirken kann. Die Dauer der Waldaufenthalte beträgt ca. 2 Stunden.

 

Bild: Shutterstock, lizenzfrei.

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