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Jungbrunnen Wald: Die Natur heilt – und lässt uns langsamer altern

12.04.2019. Man ist so alt, wie man sich fühlt. An dieser Weisheit ist etwas dran. Denn tatsächlich scheint so mancher 65jährige jünger als ein 40jähriger zu sein, so mancher 34jährige wirkt dagegen für sein Alter sehr betagt. Die amerikanische Molekularbiologin Prof. Dr. Elizabeth Blackburn hat das Geheimnis entschlüsselt, warum der eine schneller und der andere langsamer altert.

Unser tatsächliches biologisches Alter unterscheidet sich von unserem chronologischen Alter. Deshalb wirken nicht alle Menschen, die im gleichen Jahr geboren wurden, automatisch gleich alt. Die amerikanische Molekularbiologin Prof. Dr. Elizabeth Blackburn konnte nachweisen, dass das Altern von der Länge der Telomere abhängt. Diese entscheiden darüber, wie schnell unsere Zellen altern und damit auch wir selbst. Doch was sind Telomere?

Das Geheimnis liegt im Zellkern

Der Begriff Telomere stammt aus dem Griechischen. „Telos“ heißt Ende, „melos“ bedeutet Teil. Telomere sind also „Endteile“. Sie sind die Schutzkappen der Chromosomen im Kern jeder unserer Körperzellen. Und davon haben wir Billionen. Bei jeder Zellteilung, die der Regeneration des Körpers dient, tragen diese Schutzkappen dazu bei, dass die DNS, also unser Bauplan, erhalten bleibt und sich jede Zelle korrekt teilen kann.

Elizabeth Blackburn hat herausgefunden, dass wir sogar selbst beeinflussen können, ob die Telomere ihre Schutzfunktion erfüllen und für eine Langlebigkeit der Zellen sorgen: durch gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine gesunde Einstellung zu uns selbst und zum Leben.

Regeneration durch Waldbaden

Auch das regelmäßige Waldbad kann den Kreislauf von Erneuerung und Regeneration unterstützen. Durch den Aufenthalt in der Natur frischen wir zusätzlich Körper und Geist auf. Dies ist umso wichtiger, da der Verjüngungsprozess sich mit zunehmendem Alter verändert: Die Telomere verkürzen sich nach jeder Zellteilung, bis die Telomere eines Tages aufgebraucht oder ganz kurz sind. Die Zelle kann sich dann nicht mehr teilen und wir altern.

Die Wissenschaftlerin Blackburn entdeckte aber, dass wir über einen innerlichen Reparaturservice verfügen. Denn das Enzym Telomerase kann verkürzte Telomere wieder verlängern. Es strickt neue Abschnitte einfach wieder an und die Zelle kann sich wieder teilen.

Reparaturservice Wald

Einen weiteren Reparaturservice liefert der Wald. Wer gelernt hat, sich darin bewusst auf die Natur einzulassen und den Wald mit allen Sinnen zu erleben, bringt den Kreislauf von Regeneration und Erneuerung zusätzlich in Schwung. Er prägt und beeinflusst uns so, dass auch die inneren Prozesse in unseren Zellen reibungslos funktionieren. Dauerhafter Stress dagegen schadet diesem Prozess und beschleunigt den Zellverlust. Stress wird durch das Bad im Wald jedoch abgebaut und in positive Energie umgewandelt. Damit können wir mit der Entspannungsübung im Wald unsere Lebenskraft nachhaltig stärken und unser Leben und unsere Jugend verlängern.

Elizabeth Blackburn sagt „ Ihre Zellen lauschen Ihren Gedanken“ und bestätigt wissenschaftlich, dass Geist, Seele und Körper eine Einheit bilden. Durch das regelmäßige Waldbaden zentrieren wir uns, wir schlendern durch die Natur und halten das Gedankenkarussell an. So finden wir zurück zur inneren Ruhe und kehren ins Gleichgewicht zurück. Der Blutdruck normalisiert sich. Unsere Zellen bleiben gesünder.

Die Forschung zum Thema Telomere ist noch jung, hat aber Aufsehen erregt. Die amerikanische Molekularbiologin Prof. Dr. Elizabeth Blackburn erhielt dafür 2009 mit zwei weiteren Kollegen den Nobelpreis für Medizin.

Quelle: Prof. Dr. Elizabeth Blackburn und Prof. Dr. Elissa Epel: Die Entschlüsselung des Alterns. Der Telomer-Effekt. Mosaik Verlag, 2017. Bilder: Shutterstock, lizenzfrei.

 

 

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