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Dem Geheimnis des Alterns auf der Spur

29.05.2019. Was tun, wenn der Kreislauf der Regeneration langsamer wird? Unser biologisches Alter hängt unter anderem von der Zellalterung ab. Es ist ein Prozess, der von Heidelberger Wissenschaftlern genauer unter die Lupe genommen wurde. Und es ist ein Prozess, der durchaus positiv beeinflusst werden kann.

Wie alt man sich fühlt, ist nicht nur eine Frage der Einstellung. Es ist auch eine Frage der Zellalterung. Jede Körperzelle enthält einen Chromosomensatz, in dem unsere Erbinformation in Form von DNA gespeichert ist. Diese DNA muss geschützt werden, eine Aufgabe, die von den Enden der Chromosomen, den sogenannten Telomeren, übernommen wird. Es gilt als wissenschaftlich nachgewiesen, dass diese Telomere mit jeder Zellteilung kürzer werden, bis sie die Chromosomen nicht mehr schützen können. Heidelberger Wissenschaftler haben die Funktion der Telomere in zellulären Alterungsprozessen untersucht und aufgedeckt, wie es zur Zellalterung kommt.

Nun hat die Natur einen inneren Reparaturservice vorgesehen, durch den die Telomere wieder verlängert werden können. Wird dieser Vorgang zusätzlich von außen unterstützt, lässt sich der Alterungsprozess verzögern. Unter anderem hat sich hier das Waldbaden bewährt. Die Idee des Waldbadens kommt aus Japan und heißt dort Shinrin Yoku. Es geht dabei um das absichtslose Einlassen auf die Natur, um die Wahrnehmung der stillen Waldatmosphäre mit allen Sinnen.

„In Japan ist Shinrin Yoku ein fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge“, sagt Karin Wiessmann, die eine zertifizierte Ausbildung für Waldbaden im Pfälzer Wald absolviert hat. „Shinrin Yoku ist eine Erholungsübung zur Regeneration, bei der die heilenden Kräfte der Natur genutzt werden, um unter anderem den Blutdruck, den Blutzucker- und den Cortisolspiegel zu senken. Es wird Stress abgebaut, der kontraproduktiv auf die Zellerneuerung wirkt.“

Durch das Zusammenspiel von innerer Zellerneuerung und äußerer Regeneration kann der Prozess des Alterns beeinflusst werden. Und so mag es sich erklären, dass so mancher 60jährige viel jünger wirkt, als er es tatsächlich ist.

Quellennachweis: https://www.uni-heidelberg.de/presse/news2013/pm20130911_zellalterung.html
Bild: Shutterstock, lizenzfrei

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